Fast 50 % der Patient:innen fragen KI, um eine Praxis zu finden – so wirst du lokal empfohlen
Insgesamt nutzen 47 % der Patient:innen KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity, um eine Praxis zu finden. Erfolgreiche Marketingstrategien für das Gesundheitswesen setzen auf konsistente Einträge, Bewertungen und Fotos – nicht auf die größte Marke im Gesundheitswesen.

Kernaussagen
- KI-Tools empfehlen die Anbieter im Gesundheitswesen, deren Website, Einträge und Bewertungen zueinander passen – nicht die mit den meisten Standorten oder der höchsten Sternebewertung
- In der Uberall-Untersuchung dazu, wie KI Zahnarztpraxen empfiehlt, sagten das Bewertungsvolumen und die Fotos im Google-Unternehmensprofil eine Erwähnung voraus – nicht unbedingt die Sternebewertung
- Organisationen im Gesundheitswesen sollten jede:n Ärzt:in in allen Einträgen am richtigen Standort führen
Lokale Patient:innen starten ihre Suche nach der richtigen Praxis genauso, wie sie andere Kaufentscheidungen recherchieren würden – so wie den besten Klempner in der Nähe oder das günstigste Hotelzimmer in München. Aber je näher sie einer Buchung oder einem Anruf kommen, desto gründlicher werden sie.
Vielleicht suchen sie bei Google nach einem Namen, überfliegen die Bewertungen daraufhin, wie die Praxis mit ängstlichen oder schmerzgeplagten Patient:innen umgeht, prüfen, ob eine bestimmte Krankenkasse akzeptiert wird, und schauen auf der Karte, wie weit die Praxis entfernt ist. Inzwischen haben 47 % der befragten Patient:innen KI-Tools genutzt – ChatGPT, Gemini, Perplexity, Google AI Overviews –, um ihre Auswahl einzugrenzen, bevor sie überhaupt auf eine Website klicken.
Bei Uberall sprechen wir jede Woche mit Gesundheitsorganisationen mit mehreren Standorten, und dasselbe Problem kommt immer wieder auf: Ihre Standortdaten sind falsch oder inkonsistent – und sie müssen sie manuell pflegen. Dazu kommen Bewertungen auf Zocdoc, Healthgrades und Yelp, aber niemand überwacht oder beantwortet sie. All dieses manuelle Korrigieren und Prüfen kostet sie Geduld – und Patient:innen.
Das ist die Marketingstrategie fürs Gesundheitswesen, die wir Organisationen empfehlen – von Krankenhäusern und Pflegeheimen bis zu Kliniken, Laboren, Bildgebungszentren und Einrichtungen für psychische Gesundheit oder Rehabilitation. Um in der lokalen Suche besser abzuschneiden, solltest du die vier Säulen der Location Performance Optimization (LPO) kontinuierlich im Blick behalten: Sichtbarkeit, Reputation, Engagement und Conversion.
KI erwähnt die Praxis, über die sie am meisten weiß – nicht die mit den meisten Standorten
Bevor du dich um Patientenbindung oder Engagement kümmerst, stelle sicher, dass Patient:innen dich online finden und dir vertrauen können – für mehr lokale Sichtbarkeit im Gesundheitswesen. Besser noch: Sorge dafür, dass auch KI-Systeme dich finden und dir vertrauen.
Unser Kunde ResMed, ein global tätiges Unternehmen für Medizingeräte und digitale Gesundheit, zentralisiert sein Listings-Management über die Uberall-Plattform: Eine einzige Aktualisierung einer Adresse oder Öffnungszeit wird auf einen Schlag an jede Plattform und jeden Standort ausgespielt. Mit korrekten, konsistenten Profilen überall dort, wo Patient:innen suchen, stiegen die Google-Maps-Aufrufe um 28 %, die Telefonklicks um 19 % und die Klicks für Wegbeschreibungen und Website um 19 % bzw. 11 %.
Aber was ist jenseits von Google? Spielt das alles überhaupt eine Rolle für die KI-Suche?
Als unsere GEO/SEO-Analystin Katya Shishchenko untersuchte, wie KI verschiedene Unternehmen empfiehlt – darunter Zahnarztpraxen (mehr zur Methodik hier) –, waren es nicht die großen Zahnarztketten mit den meisten Standorten und dem größten Marktanteil, die von KI-Tools empfohlen wurden. Die großen Zahnarztketten machten nur 4,4 % der KI-Empfehlungen aus, während unabhängige Praxen auf 72 % kamen.
Der Grund: KI empfiehlt die Praxen, über die sie die konsistentesten, spezifischsten Informationen hat – nicht die mit den meisten Standorten.
Deine Einträge plattformübergreifend an einem Ort zu verwalten und genau auf die Korrektheit über alle Standorte hinweg zu achten (Firmenname, Öffnungszeiten, Leistungen, Angaben zur Krankenkasse), klingt nach einer langweiligen KI-Strategie fürs Praxismarketing – ist in dieser Branche aber wirklich der beste Ausgangspunkt, ob im Praxismarketing oder Klinikmarketing.
Genau das hat mein Team in einem Webinar mit der Society for Health Care Strategy and Market Development (SHSMD) besprochen – mit Krystal Taing, unserer VP of Solutions, die erklärt:
„KI verhält sich eher wie eine Ermittlerin. Sie wertet all diese Signale aus, um eine einzige Frage zu beantworten: Kann ich diesen Anbieter guten Gewissens empfehlen? Und dieses Vertrauen entsteht durch Konsistenz.“
Jedes Profil – ob für eine Notfallpraxis, ein Bildgebungszentrum oder eine Reha-Einrichtung – muss korrekt, verifiziert und vollständig sein. Und zwar über Google-Unternehmensprofil (GBP), Apple Maps, Bing Places, Yelp, Facebook, Zocdoc, Healthgrades und Branchenverzeichnisse hinweg (Netzwerke der Krankenkassen, Klinikfinder, lokale Gesundheitsverbände).
Welche Standortinformationen musst du konsistent halten?
- NAP: Name, Adresse, Telefonnummer
- Primäre und sekundäre Kategorien
- Öffnungszeiten, inklusive Walk-in- oder Notfallverfügbarkeit
- Terminoptionen (vor Ort, virtuell, auf Überweisung)
- Preise und akzeptierte Krankenkassen bzw. Tarife
- Fachgebiete und Profile einzelner Behandler:innen
- Barrierefreiheit
- Patientenbewertungen und Ratings
- Fotos von Einrichtung und Team
- Beiträge zu Gesundheitskampagnen oder neuen Leistungen
Jeder Standort braucht außerdem klare Handlungsmöglichkeiten: einen „Online buchen“-Button, einen Link zum Patientenportal, Telemedizin-Optionen, Angaben zur Krankenkasse, eine Telefonnummer, die tatsächlich durchstellt. Das ist heute wichtiger denn je, denn wie Christian im Webinar anmerkt, spielen KI-Tools deine Kontaktdaten zunehmend direkt in die Antwort aus. Patient:innen rufen dich vielleicht an, bevor sie überhaupt deine Website gesehen haben.
Lokale Landingpages für Praxen und Kliniken
Beim Marketing für Ärzte gilt: Gib jedem Standort im Gesundheitswesen eine eigene Landingpage, die auf lokale Keywords abzielt („Orthopäde in Hamburg“), Schema-Markup für deine medizinischen Leistungen und klare interne Verlinkungen.
Jede sollte Fotos, eine Karte und die an diesem Standort angebotenen Leistungen zeigen – und du solltest von deinen Einträgen, Social-Posts und Kampagnen darauf verlinken statt auf eine allgemeine Startseite. So wird dieser Standort, nicht nur deine Marke im Gesundheitswesen, für Patient:innen und Suchmaschinen so sichtbar wie möglich. Gerade im Marketing für Kliniken und im Online-Marketing im Gesundheitswesen macht das den Unterschied.
Ein paar Schema-Typen, die sich lohnen:
- @type: MedicalClinic, Hospital, Dentist, Pharmacy, Optician, VeterinaryCare
- Grundlagen: name, image, url, telephone, address, geo, openingHoursSpecification, areaServed
- Conversions: ReserveAction, ScheduleAction für die Online-Buchung
- Sonstiges: FAQPage
Diese Liste ist nicht vollständig; den kompletten Satz findest du auf Schema.org.
KI erwähnt die Praxen mit doppelt so vielen Bewertungen – nicht die mit den besten Ratings
„KI geht nicht so vor wie Google mit diesen blauen Links. Sie basiert auf einem Confidence Score. Der größte Umdenkprozess ist, dass KI Vertrauen bewertet – so empfiehlt sie eine Klinikgruppe oder einen Anbieter statt eines anderen.“
– Christian Hustle, AI Search Evangelist, Uberall
Du kannst die modernste Ausstattung und die bestausgebildeten Fachkräfte haben – wenn deine Bewertungen aber wenige sind, kaum Details enthalten oder unbeantwortet bleiben, entscheiden sich Patient:innen für eine andere Praxis.
Als Katya zum Beispiel untersuchte, wie KI Zahnarztpraxen empfiehlt, spielte die Sternebewertung kaum eine Rolle. Über fünf Bewertungsplattformen hinweg (GBP, Healthgrades, Zocdoc, Yelp und Vitals) sagte kein einziger Bewertungswert zuverlässig voraus, ob eine Praxis erwähnt wurde. Was eine Erwähnung vorhersagte, war das Bewertungsvolumen und die Anzahl der Fotos im Google-Unternehmensprofil (dazu unten mehr). Beim Bewertungsmanagement im Gesundheitswesen zählt also Menge und Aktualität mehr als der reine Durchschnitt.
Mehr Bewertungen bedeuteten mehr Empfehlungen: Praxen mit über 1.000 Bewertungen wurden in rund 93 % der Fälle erwähnt, und die von KI-Modellen erwähnten Praxen hatten im Schnitt mehr als doppelt so viele Bewertungen wie jene, die die KI-Modelle in ihren Antworten ausließen.
Deine Marketingstrategie fürs Gesundheitswesen sollte nicht einem höheren Sternedurchschnitt hinterherjagen. Sorge für einen stetigen Strom aktueller, konkreter Bewertungen, denn genau das lesen KI-Modelle als Signal für eine echte, aktive, vertrauenswürdige Praxis. Und ein netter Fakt aus unserer Untersuchung: Der durchschnittliche Standort im Gesundheitswesen erhält 0,67 Bewertungen pro Monat; Top-Performer kommen auf fast vier.
Anbieter sollten sich darauf konzentrieren, ein gutes Patientenerlebnis zu bieten, jede:n Patient:in um Feedback zu bitten, und die gelegentlich weniger perfekte Bewertung nicht zu fürchten. Patient:innen vertrauen tendenziell Unternehmen mit einer echten Mischung aus Sternebewertungen.
Auf diese Bewertungen mit mehr als „Danke für dein Feedback“ zu antworten, ist der nächste Schritt – und das im großen Maßstab für Anbieter mit mehreren Standorten. Die besten Teams im Gesundheitswesen beantworten mehr als 99 % ihrer Bewertungen.
GBP-Fotos sind das stärkste Signal für eine Erwähnung durch KI – und die meisten Praxen laden sie nicht regelmäßig hoch
Engagement ist der Teil deines digitalen Marketings im Gesundheitswesen, der Patient:innen auch außerhalb von Terminen mit dir verbunden hält.
Signale wie Scrolltiefe, Klicks und Verweildauer gelten als lokale Rankingfaktoren, deshalb hilft frischer Website-Content, den Patient:innen wirklich lesen, deiner Praxis sowohl in der klassischen als auch in der KI-Suche.
Der Content muss trotzdem dazu passen, wie Patient:innen suchen. Nur fragen sie jetzt viel spezifischer.
Wie Christian und Krystal im Webinar betonen, suchen zum Beispiel nicht mehr viele nach „Arzt in meiner Nähe“; sie tippen „Hausarzt, der meine Krankenkasse akzeptiert und dienstagvormittags Termine hat“. Und die 47 %, die KI fragen, sind meist die Spezifischsten von allen.
Behandlungs- und Praxisseiten, die genau diese Fragen beantworten, bringen ein KI-Modell dazu, dich als die passende Antwort zu markieren.
Über deine Website hinaus hältst du Patient:innen verbunden, indem du dein Google-Unternehmensprofil, dein Apple-Business-Profil und deine Social-Kanäle mit einfachen Updates pflegst (saisonale Gesundheitstipps, Impferinnerungen), neuen Leistungen, informativen Beiträgen und Neuigkeiten aus der Community. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil einer Arztpraxis wirkt hier besonders stark. Katyas Analyse ergab sogar, dass Profilkategorien, Fotos, Q&A und Beiträge allesamt die KI-Sichtbarkeit eines Profils verbessern.
In Katyas Studie zur KI-Sichtbarkeit sagte die Anzahl der Fotos im Google-Unternehmensprofil einer Zahnarztpraxis genauer voraus, ob und wie oft KI diese Praxis erwähnen würde, als es Sternebewertung oder Standortanzahl taten.
Fotos brauchen keine Bildunterschriften, um zu wirken: Google liest das Bild selbst aus – ein Foto deines Empfangsbereichs oder deines Teams im Flur sagt Suchsystemen also schon, was für ein Ort du bist, bevor Patient:innen ein Wort gelesen haben.
Auch Social zählt hier. In Katyas Studie hatten die von KI erwähnten Zahnarztpraxen fast fünfmal so viele Facebook-Follower wie die übergangenen – eine Präsenz auf Facebook, Instagram oder TikTok, der Menschen tatsächlich folgen, füttert also die Empfehlung, nicht nur die Marke.
Krystal bringt es im Webinar auf den Punkt: Social ersetzt die KI-Suche nicht, es ergänzt sie. Eine Patientin findet eine Ärztin auf TikTok und geht dann zu ChatGPT, um die Bewertungen zu prüfen und ob ihre Krankenkasse akzeptiert wird. Wenn deine Social-Präsenz Menschen zu einer KI schickt, die dich nicht findet, hast du sie beim zweiten Schritt verloren. Also binde sie vor und zwischen den Besuchen ein.
Ideen für Social-Content:
- Blicke hinter die Kulissen deiner Behandlungsteams
- Aufklärungskampagnen oder saisonale Wellness-Tipps
- Community-Partnerschaften und Charity-Events
- Team-Spotlights oder Patientengeschichten (mit Einwilligung)
- Kurzes Video, in dem eine Fachkraft einen häufigen Eingriff erklärt oder eine häufige Sorge beantwortet
- Neuigkeiten zu neuen Einrichtungen, Technologien oder Programmen
- Vorab-Antworten auf typische Patient:innen-Fragen
Sei die Antwort für die Hälfte deiner nächsten Patient:innen, die zuerst KI fragen
Was wir Marketingteams im Gesundheitswesen mit mehreren Standorten jede Woche sagen – oft denen, die Einträge manuell nach Plattform und Standort korrigieren und Bewertungen unbeantwortet liegen lassen –, ist: Beim Marketing im Gesundheitswesen hat das Aufräumen der Standortdaten Prio 1, dicht gefolgt von Bewertungen und Social-Aktivität. Denn Digitalmarketing für Gesundheitsdienstleister steht und fällt mit sauberen Standortdaten.
Ich leihe mir diesen Tipp von Krystal, und er dauert fünf Minuten. Öffne ChatGPT – oder welches KI-Tool du auch nutzt – und frage nach einem Anbieter deines Fachgebiets in deiner Stadt, so wie es Patient:innen tun würden. Du kannst Details angeben wie Kassenzulassung, Wochentagswunsch, Stadtteil. Wenn du auftauchst, prüfe, ob das, was über dich gesagt wird, stimmt. Wenn nicht, finde heraus, wer auftaucht – denn deren Einträge, Bewertungen und Fotos passen zueinander.



1.800 Marken vertrauen uns, um dauerhaft sichtbar zu bleiben
– nicht nur ein- oder zweimal in der lokalen Suche aufzutauchen.
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