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Zahlen und Fakten: Bekanntheit und Nutzung von Location-Based Services

Wissen Sie was Location-Based Services sind? Benutzen Sie solche Dienste und wenn ja, welche? Diesen und weiteren Fragen haben sich nach 2013 und 2014 im letzten Jahr erneut einige Verbraucher gestellt und so einen ersten Zeitreihenvergleich möglich gemacht.


Die Hochschule Niederrhein hat zusammen mit dem Handelsverband Deutschland und bonial.com eine Untersuchung zur Nutzung von Location-Based Services (LBS) im Jahresvergleich durchgeführt. Neben grundsätzlichen Erkenntnissen zur Verbreitung und Akzeptanz der LBS wurde vor allem deutlich, dass die erhöhte Häufigkeit und Intensität der Smartphone-Nutzung die Erwartungen an Nutzungsmöglichkeiten im lokalen Handel stark wachsen lässt.


Bekanntheit von Location-Based Services wächst langsam

Nach wie vorinformieren sich 83% der Befragten regelmäßig zu Angeboten und Aktionen in ihrer Nähe. Daran hat sich seit 2014 nichts geändert.Die Bekanntheit von Location-Based Services steigt dabei jedoch nur langsam:

  • 2013 wussten 10%der Befragten was LBS sind und 12% hatten davon bereits gehört, ohne genau zu wissen,worum es sich handelt
  • 2014 wussten 12%darüber bescheid, 18% hatten davon gehört
  • 2015 gaben wieder12 % an, Genaueres dazu zu wissen, während 21% nur davon gehört hatten


Kunden informieren sich vor dem Kauf per Smartphone

Allgemein ist dieNutzung von Smartphones zur Einkaufsvorbereitung immer weiterverbreitet.

Standortdienstewerden mit 79% 2013, 81% 2014 und 78% 2015 weiterhin relativ konstantgenutzt. Bei der mobilen Preissuche stieg der Anteil jedoch von 73%2013 auf 78% 2014 und 79% 2015.

Ebenfallsentwickelte sich der Anteil derer, die über das Smartphone stationäreAngebote in der Nähe suchen von 65% 2013 über 68% 2014 auf 70% 2015,während nach wie vor etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmerstandortbezogene Preissuchen mobil durchführt (2013: 50%, 2014: 56%, 2015: 53%).

Mehr Akzeptanz für technische Unterstützung im Laden

Auch während desEinkaufs ist die Bereitschaft, ein digitales Display zur Hilfe zunehmen gestiegen. Konnten sich 2014 nur 44% vorstellen, ein Display inProduktnähe zu nutzen, waren es 2015 bereits 50%. Die Befürwortungder entsprechenden Nutzung des eigenen Geräts (2014: 43%, 2015: 42%)oder eines Tablets des Händlers (2014: 82%, 2015: 83%) bliebhingegen unverändert.

Dabei steigt dasexplizite Wissen über Location-Based Services nur langsam. 2014kannten 32% der Befragten mindestens einen genauen Dienst, 2015 warenes 35%. Dabei ist kaufDa mit großem Abstand vor Google und ankstellen-Diensten die bekannteste Anwendung.


Suche nach Händlern und Öffnungszeiten bleibt am wichtigsten

Die Hauptverwendungvon LBS liegt letzten Endes nicht in der Recherche von Angeboten,sondern mit 37% Anteil in der Ermittlung von Ladenöffnungszeiten undmit 35% bei der Suche nach Händlern und Läden einer bestimmtenKategorie in der Nähe.

Dabei interessierensich Kunden vor allem für Cross-Channel Angebote der stationärenHändler, wie einem eigenen Online-Shop mit 51% (2013: 44%, 2014:47%) und wünschen sich mit einem Anteil von 61% die Lieferung nachHause oder mit 41% in ein Geschäft in ihrer Nähe.


Langsame technische Aufrüstung bleibt Hindernis

Am Ende stellt sich die Frage, warum manche Verbraucher immer noch nicht auf Location-Based Services setzen. In der Umfrage gab es verschiedene Antworten, alarmierend war dabei vor allem der Hauptgrund für die Verhinderung der Smartphone-Nutzung am Ort des Einkaufs: mangelnder Empfang. 34% gaben das alsGrund an, 140% mehr als im Vorjahr. Das bedeutet, dass allein der vermeidbareMangel an Hotspots und freiem WLAN einen großen Teil der Online-Recherche alseffektiven Beitrag zur Kaufentscheidung verhindert.


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