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Wer stöbern will, der findet: Über die neue Places-Seite von Facebook

Die Zugriffszahlen auf Facebook von Mobilgeräten aus steigt stetig. Kein Wunder, dass Facebook ortsbezogene Anwendungen ausbaut. Jetzt gibt es eine eigene Places-Startseite. Der Nutzen bleibt überschaubar.

Alle Versuche Facebooks, den auf ortsbasierten Diensten spezialisierten Anbietern wie Yelp und Foursquare ernsthaft Konkurrenz zu machen, sind bisher gescheitert. Die sogenannte Places-Funktion innerhalb von Facebook - also etwa nach Locations zu suchen oder an Orten einzuchecken - gibt es zwar seit längerem. Aber der Funktionsumfang von Places ist überschaubar und wird außerdem durch die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Facebook im allgemeinen überlagert. Mit anderen Worten: Das Potenzial lokalbasierter Informationen wird nicht ausgeschöpft.

Jetzt unternimmt das weltweit größte Social Media-Unternehmen einen neuen Versuch. Facebook hat den Places-Bereichumfänglich überarbeitet. Zentral: Eine neue Places-Startseite, die im Wesentlichen eine Suchseite ist.

Was das bringt? Wer eine Reise plant oder in einer ihm wenig bekannten Stadt Anregungen sucht, der wird auf der neuen Places-Seite fündig werden. Denn nach einer Ortseingabe finden sich auf den Unterseiten zahlreiche lokalbasierte Informationen, etwa über Hotels, Cafés und Kulturangebote. Und natürlich ist jede Seite personalisiert, sieht also bei jedem Nutzer, trotz gleicher Suchwort-Eingabe, anders aus (siehe Screenshots).

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Allerdings, die neue Seite ist zwar hilfreich für Reiselustige, die sich inspirieren lassen wollen, aber für die gezielte Informationssuche taugt sie wenig. Zu wahllos sind die Ergebnisse. Außerdem: Die Places-Seite ist im Wesentlichen nichts anderes als eine anders aufbereitete Spezial-Suche des bereits vorhandenen Graph Search, der auf jeder Facebook-Seite oben links zu finden ist (siehe Screenshot).

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Viel Wind um wenig also. Dennoch: Facebook zeigt, dass es gewillt ist, die Nutzungsmöglichkeiten seiner Places-Funktion zu erweitern. Handlungsbedarf für Ihren Geschäfts-Auftritt bei Facebook leitet sich aus der neuen Funktion aber eher nicht ab. Wer einen Facebook-Ort hat, also eine Seite mit eingepflegter Adresse, der landet automatisch auf den Suchtreffer-Seiten. Freilich: Die Wahrscheinlichkeit, dort prominent zu erscheinen, dürfte um so größer sein, je attraktiver die eigene Facebook-Präsenz ist. Eine hohe Zahl an Check-Ins und positiver Kommentare schaffen eine solche Attraktivität.