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Google im Interview über die Chancen von Local Ads: „84 % der Konsumenten führen lokale Suchanfragen durch“

Mit dem Launch von ‚Near Me‘ Ads by Uberall können Unternehmen erstmalig lokale Werbeanzeigen auf Google, Instagram und Facebook skalieren. Gerade die Suchmaschine von Google sowie Google Maps sind für Werbetreibende besonders attraktive Touchpoints: Wir haben mit Christoph Schier, Strategic Partner Manager bei Google, über Local Ads gesprochen. 

Hallo Christoph, wenn wir von Google Ads sprechen, denken Marketing Manager häufig an die Anzeigen oberhalb der Suchergebnisse. Worum geht es dagegen bei lokalen Suchanzeigen, den Local Ads? 

Lokale Suchanzeigen sind Google Ads mit aktivierten Standorterweiterungen. Wenn Personen auf Google oder Google Maps nach Unternehmen in der Nähe suchen (z. B. „Kaffee in meiner Nähe“), werden Suchergebnisse gemeinsam mit einer Karte angezeigt. Dies sind Einträge auf Google My Business (GMB). Darüber hinaus werden möglicherweise auch lokale Suchanzeigen mit Ihren Unternehmensstandorten angezeigt – diese sind als Anzeigen markiert.

Mit lokalen Suchanzeigen können lokale Unternehmen und Geschäfte mehr Besuche und Anrufe erhalten. Darüber hinaus können Geschäftsinhaber relevante Informationen über ihr Geschäft anzeigen, wie z. B. Öffnungszeiten.

Welche Vorteile haben KMUs und große Unternehmen mit physischen Standorten, wenn sie lokale Suchanzeigen schalten – auch im Vergleich zu den normalen Anzeigen bei Google? 

Suchanfragen im Zusammenhang mit „in meiner Nähe“ oder „kaufen“ sind in den letzten zwei Jahren um über 500 % gewachsen. Die Leute wollen genau das finden, was sie wollen, wann sie wollen. Dies ist eine große Chance für lokale Unternehmen.

Wie bereits erläutert, handelt es sich bei lokalen Suchanzeigen um Google-Anzeigen mit Standorterweiterungen. Mit der Standorterweiterung können Geschäftsinformationen in verschiedenen Formaten auf Mobilgeräten und Computern im Such-Werbenetzwerk, im Display-Werbenetzwerk und in Google Maps angezeigt werden. Erweiterungen können zum Beispiel die Entfernung zum Ladenlokal (mobil), ein klickbarer „Anruf“-Button, eine Detailseite mit Öffnungszeiten, Fotos und so weiter sein.

Was würdest Du sagen, warum ist dieses lokale Anzeigenformat gerade heute so relevant? 

Die Leute kaufen nach wie vor gerne in lokalen Ladengeschäften und mit lokalen Suchanzeigen können mehr Besuche sowie Verkäufe in diesen Geschäften erzielt werden. Digitales Marketing erzeugt wichtige Touchpoints vor dem Ladenbesuch. Um eine Zahl zu nennen: 84 % der Konsumenten führen lokale Suchanfragen durch. Mit Google Ads können Werbetreibende mit diesen potentiellen Kunden in Verbindung treten und an ihren physischen Standort weiterleiten. 

Wenn ich nun lokale Anzeigen schalten möchte, was muss ich tun, um diese schnell einzurichten? 

Das Einrichten lokaler Anzeigen ist einfach. Du benötigst Google Ads und ein vollständiges und akkurates GMB-Profil. Im Google Ads-Konto aktivierst Du dann die Standorterweiterungen und richtest die Kampagne geographisch aus. Um die Wahrscheinlichkeit der Anzeigenplatzierung für Personen in der Nähe des Geschäftes zu erhöhen, kannst Du die Gebote nach Standort anpassen. Außerdem empfehlen wir, Keywords zu verwenden, die sich darauf beziehen, was Nutzer lokal suchen.  

Wie können Kampagnenmanager ihre lokalen Suchanzeigen verbessern? Worauf sollten sie achten? 

Kurz gesagt, der Anzeigenrang berücksichtigt folgende Faktoren: Gebotsbetrag, Anzeigenqualität und die Grenzwerte für den Anzeigenrang. Wichtig sind außerdem die Wettbewerbsfähigkeit einer Auktion und der Kontext der jeweiligen Suche, also zum Beispiel der Standort und das Gerät des Verbrauchers, der Zeitpunkt der Suche, die Art der Suchbegriffe, weitere Anzeigen und Suchergebnisse auf der Seite sowie andere Nutzersignale und -attribute. Nicht zuletzt werden die voraussichtlichen Auswirkungen von Erweiterungen und anderen Anzeigenformaten berücksichtigt.

Darüber hinaus möchte ich darauf hinweisen, dass die Bereitstellung und Aktualisierung von Geschäftsinformationen in Google My Business das organische lokale Ranking von Unternehmen bei Google verbessern und deren Präsenz in Search und Maps verbessern kann. Google ermittelt das lokale Ranking anhand von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

Das bedeutet auch, dass jede lokale Werbekampagne mit der Optimierung der GMB-Profile von Standorten beginnen sollte? 

Unabhängig von lokalen Suchanzeigen empfehlen wir Geschäftsinhabern, ihr GMB-Profil immer zu beanspruchen, zu verifizieren und zu vervollständigen. GMB ist mehr als ein kostenloser Brancheneintrag: Unsere Zahlen belegen, dass ein vollständiges GMB-Profil von den Verbrauchern belohnt wird und sich direkt auf das lokale Geschäft auswirken kann. 

Ein paar Beispiele: Ein Unternehmen mit Fotos in GMB hat 42 % mehr Anfragen nach Wegbeschreibungen. 96 % der Kunden besuchen mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen, das Öffnungszeiten anzeigt. Und um auf Deine Frage zurückkommen: Unternehmen mit einem ausgefüllten Profil erhalten 7-mal mehr Klicks. 

Geschäftsinhaber sollten also ihr GMB-Profil idealerweise vor dem Schalten von Werbung vervollständigen.

Eine Besonderheit der lokalen Anzeigen ist, dass sie mit der neuen Google-Metrik Store Visits gemessen werden können – und das klingt aufregend! Kannst Du uns mehr darüber erzählen?

Das Reporting von Store Visits ist eine hervorragende Möglichkeit für Kampagnenmanager, die Offline-Auswirkungen ihrer Online-Anzeigen zu messen. Wenn Konsumenten sich mit ihren Anzeigen beschäftigen und dann die physischen Standorte besuchen – beispielsweise Hotels, Autohäuser, Restaurants oder Einzelhandelsgeschäfte – können wir diese Besuche den Interaktionen mit der Anzeige zuordnen.

Mit Hilfe von Google Store Visits können Kampagnenmanager den Gesamtwert von Online-Anzeigen ermitteln, indem sie die zusätzlichen Conversions berücksichtigen, die offline erfolgen. So können Kampagnen für die Omnichannel-Leistung optimiert und die Gesamtrendite für Werbeausgaben über Online- und Offline-Kanäle maximiert werden.

Um für Google Store Visits berechtigt zu sein, müssen Unternehmen bestimmte Kriterien erfüllen:

Sie müssen entweder ein GMB-Konto verknüpfen, mindestens 90 % der Einträge überprüft und eine aktive Standorterweiterung auf Kontoebene haben – oder aktive Affiliate-Standorterweiterungen auf Kontoebene aktiviert haben. Außerdem müssen ausreichende und konsistente Daten zu Store Visits, Anzeigen-Impressionen und -klicks vorliegen. Wichtig ist auch: Store Visits werden nur an nicht sensiblen Standorten in berechtigten Ländern gemeldet

Ich möchte kurz noch ergänzen, wie diese Besuchsdaten generiert werden: 

Die Besuchsdaten des Geschäfts basieren auf anonymen, aggregierten Statistiken. Google Ads erstellt modellierte Zahlen, indem aktuelle und frühere Daten zur Anzahl der Personen verwendet werden, die auf Google Ads-Anzeigen klicken oder diese ansehen und später das Geschäft besuchen.

Die Daten für Google Store Visit können nicht mit individuellen Anzeigen-Klicks, sichtbaren Impressionen oder Personen verbunden werden. Wir verwenden branchenweit bewährte Methoden, um die Privatsphäre unserer Nutzer zu gewährleisten. 

Als langjähriger Partner von Google My Business bieten wir mit ‚Near Me‘ Ads nun auch das lokale Anzeigenformat über die Uberall-Plattform an – und sind damit zusätzlich Partner von Google Ads. Welcher Mehrwert entsteht hier aus Deiner Sicht für die Nutzer der Plattform? 

Mit Uberall können lokale Unternehmen jeder Größe weltweit mit den lokalen Suchanzeigen von Google ihren Umsatz steigern. Wir freuen uns, Uberall als neuen Google Ads-Partner in unser Partnerprogramm aufzunehmen, um Werbetreibenden zu helfen, im richtigen Zeitpunkt von ihren Kunden und unseren Nutzern gefunden zu werden.  

Danke für das Gespräch, Christoph! 


Über Christoph Schier


Christoph Schier, Strategic Partner Manager in Channel Sales (DACH) bei Google, bringt über 13 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seine Tätigkeit bei Google begann er nach seinem Master-Abschluss 2006 in Dublin, wo er als Account Strategist arbeitete. Zwei Jahre später zog er zum Hamburger Google-Standort und übernahm dort bis 2014 verschiedene relevante Positionen – unter anderem als Industry Manager für die Bereiche Travel, Finance und Retail sowie als Business Development Manager. 2019 kehrte Christoph Schier zu Google zurück, nachdem er für ein amerikanisches Data Startup den deutschen Markt betreute.  


Posted by Uberall