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Inbound Marketing und Location Marketing: Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Zusammen mit Hubspot haben wir ein E-Book veröffentlicht, das in drei Schritten erklärt, wie Unternehmen mit echten Geschäften und Filialen in der heutigen Zeit mehr Kunden gewinnen und halten können.

Die Zusammenarbeit von Hubspot und Uberall kommt nicht von ungefähr. „Man kennt sich“ über Marketing-Events und diverse Meetups, aber noch mehr verbindet uns inhaltlich eine Sache – und das ist die Inbound-Methode.

Uberalls Königsdisziplin, Location Marketing, verfolgt genau genommen eine Inbound-Strategie für Unternehmen mit Geschäften in der echten Welt. Eben solche, die als sich nicht als Pure Player dem E-Commerce allein verschrieben haben und Umsätze auch Offline machen.

Werfen wir einen Blick auf die Definitionen, die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede.

Was ist Inbound Marketing?

Zunächst einmal bedeutet das englische Wort inbound so viel wie „ankommend“ oder „eingehend“ und bezieht sich auf die Kontaktwege zwischen Unternehmen und Kunden: Inbound-Marketing zielt darauf ab, dass Unternehmen von Kunden gefunden werden – Kunden kommen also von selbst zum Unternehmen.

Die Inbound-Methode grenzt sich damit vom Outbound-Marketing ab, bei dem das Unternehmen den Kontakt zum Kunden aktiv herstellt. Typische Maßnahmen für Outbound sind Werbeformate im TV, Radio, Internet oder per Post, Spam-Mail oder Telefonanruf. Mit etwas spitzer Zunge gesprochen: Bei Outbound-Ansätzen drängt sich ein Unternehmen seinen Kunden auf.

Aus diesem Grund sprechen wir bei Outbound auch von Push-Ansätzen, während Inbound Pull-Ansätze umfasst.

Mit Inbound-Ansätzen wollen Unternehmen dagegen in Kontakt mit Kunden treten, wenn sie diesen auch wünschen. Sie fragen aktiv nach den Themen, Leistungen oder Produkten – das Unternehmen kann als Antwort sichtbar und als Problemlöser wahrgenommen werden, die helfende Hand oder ein guter Berater sein.

Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung sind entsprechend wichtige Pfeiler einer Inbound-Marketing-Strategie: Unternehmen produzieren Inhalte, die an den Fragen und Interessen von potenziellen Kunden anknüpfen, und gewinnen über diesen Weg neue Leads.

Ein einfaches Beispiel für Inbound Marketing und Content Marketing zeigt, dass Hubspot selbst zu den großen Vertretern dieser Disziplinen gehört:

Wer sich für das Thema „Inbound Marketing“ interessiert und danach bei Google sucht, erhält eine Reihe von Webergebnissen. Ganz oben mit dabei ist auch der Beitrag von Hubspot zur Frage „Was ist Inbound Marketing?“. Über dieses Ergebnis und mit dem Content dahinter positioniert sich Hubspot als Autorität für dieses Thema.

Die Inbound-Methodik als Marketing-Kreislauf

Inbound zielt darauf ab, dass Kunden von selbst auf ein Unternehmen zugehen, sich mit dessen Inhalten beschäftigen und seine Kontaktdaten hinterlässt. Das Unternehmen hat also einen Lead generiert. Was passiert danach?

Die Inbound-Methodik von Hubspot sieht vor, dass das Unternehmen ab diesem Punkt weiter mit dem Lead interagiert und diesen begeistert – und zwar auf Ebene von Kundenservice, Marketing und Vertrieb.

Indem Unternehmen gezielt Inhalte automatisiert ausspielen, können sie die Aufmerksamkeit der Kunden aufrecht erhalten und sie zum Wiederkommen bewegen.

Das Flywheel von Hubspot ist entsprechend ein Kreislaufmodell:

Ein einfaches Beispiel für die Inbound-Methodik:

Ich habe mich mit fair produzierter Kleidung beschäftigt, konkret unter welchen Bedingungen eine Hose nachhaltig und sweatshop-frei produziert wird. Bei der Recherche bin ich auf dem Blog-Beitrag eines Anbieters gelandet ( → Anziehen). Weil ich noch weitere Anbieter vergleichen wollte, aber das Thema nicht ganz aus den Augen verlieren wollte, habe ich mich für den Newsletter eingetragen. Den ersten Newsletter habe ich zwei Wochen später erhalten ( → Interagieren) – mit einem Angebot, das für meinen Bedarf gut gepasst hat ( → Begeistern).

Zusammengefasst: Die Vorteile von Inbound Marketing

  • Über Inbound erreichen Unternehmen neue Kunden, die ein hohes (Kauf-)Interesse für dessen Themen, Leistungen oder Produkten haben.
  • Es funktioniert rein organisch und kommt ohne Werbebudget aus.
  • Langfristig ist es eine kostengünstige Strategie, um ein starkes Netzwerk von Leserinnen und Lesern aufzubauen, die potenziell Markenbotschafter sind.
  • Über relevante und hilfreiche Inhalte kann Inbound-Marketing zur Stärkung der Reputation beitragen.


Was ist Location Marketing?

Location Marketing umfasst zunächst einmal alle strategischen Maßnahmen, die dazu führen, dass mehr Konsumenten mit den Standorten eines Unternehmens in Kontakt kommen. Häufig ist das Ziel, mehr Offline-Umsätze zu generieren, aber auch Awareness und Kundenbindung – speziell Reputation Management – auf lokaler Ebene sind wichtige Aspekte.

Über diese allgemeine Betrachtungsweise gehören Inbound-Ansätze wie auch Outbound-Ansätze zum Location Marketing. Das Werbeprospekt im Briefkasten, die lokalisierte Radiowerbung oder auch das Plakat im öffentlichen Nahverkehr sind weiterhin Klassiker der lokalen Outbound-Praktiken. Neu sind dagegen lokale Anzeigenformate wie etwa auf Google.

Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem mobilen Internet haben sich für das Location Marketing allerdings auch neue Inbound-Optionen eröffnet. Während früher oft nur Gelbe Seiten oder die gute alte Mundpropaganda weiterhelfen konnten („Weißt Du, wo ich hier in der Nähe ein Taxi/ein Frühstückscafé/einen Schreibwarenladen etc. finde?“), richten sich Konsumenten mit ihrem Bedarf heute meist an Googles Suchmaschine, Apples Sprachassistenz, die Empfehlungen auf Foursquare und so fort.

Diese lokal ausgerichteten Suchen bezeichnen Marketer heute oft allgemein als ‚Near Me’-Suchen: Sie sind das aktuell wichtigste Element beim Location bzw. Online-to-Offline-Marketing und die Inbound-Grundlage für Einzelhändler, Restaurants, verschiedene Dienstleister und B2B-Unternehmen sowie Tankstellen und viele mehr.

Wie funktioniert Inbound Marketing für Online-to-Offline-Marketing?

Wie beim „gängigen“ Inbound Marketing (siehe oben) setzt Location Marketing ebenfalls auf Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung, um bei den Fragen und Anliegen von Konsumenten sichtbar zu sein und das Conversions-Potenzial zu nutzen.

Mit einem kleinen Unterschied:

Beim Location Marketing muss der Content dort liegen, wo Konsumenten suchen

Anders als beim „klassischen“ Content Marketing sollten Franchises und Filialisten auf der eigenen Website lokal-relevanten Content platzieren (Filialpages)

aber zusätzlich auch

die Standortinformationen (also Adresse, Telefon, Angebotsinformationen und so weiter) auf den wichtigsten Verzeichnissen und Apps publizieren und aktualisieren (Listings Management).

Ziel ist, bei den lokal ausgerichteten Suchen von neuen Kunden sichtbar zu sein. Das verlangt, dass Geschäftsinformationen speziell für Apps und Verzeichnisse wie Google Maps, Apple Maps, Foursquare, Instagram usw. aufbereitet sind, damit diese das Geschäft überhaupt als Ergebnis listen können.

Ein Inbound-Beispiel für die Suche im Online-to-Offline Marketing:

Bei der Suche nach „bio lebensmittel berlin“ erscheint BIO COMPANY Friedrichstraße

  1. als erstes Ergebnis bei der Kartenansicht von Google (Local Pack)
  2. und zusätzlich taucht die Filial-Website von BIO COMPANY als erstes Suchergebnis auf.

Im Local Pack landet BIO COMPANY vornehmlich, weil es Google My Business (Verzeichnis) einen Eintrag hat. Als Web-Ergebnis erscheint die Filiale durch den Webauftritt.

Beim Location Marketing bildet die Customer Journey einen Kreislauf

Ähnlich zur Inbound-Methodik von Hubspot arbeitet auch Location Marketing mit einer Customer Journey. Weil die ‚Near Me‘-Suche der Startpunkt dieses Kreislaufs ist, sprechen wir bei diesem Modell von der ‚Near Me‘ Customer Journey.

Die ‚Near Me‘ Customer Journey ist in 5 Stationen unterteilt, die indirekt auch die Phasen des Hubspot-Flywheels – anziehen, interagieren, begeistern – mit abbilden.

Im Vergleich zum Hubspot Flywheel hat die ‚Near Me‘ Customer Journey einen stärkeren Fokus auf das Reputation Management (siehe → Entscheiden und → Empfehlen). Das hängt damit zusammen, dass sich Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung von Ratings und Online-Bewertungen beeinflussen lassen. Auf Ebene der Reviews findet somit – neben Smart Conversations, Social Posts und mehr – ein nicht zu vernachlässigender Teil der Kundeninteraktion statt.

Fazit: Inbound Marketing ist ein Teil von Location Marketing

Beim Location Marketing ergreifen Unternehmen verschiedene Maßnahmen zur Erfolgssteigerung. Dabei können sie sich an verschiedenen Outbound-Taktiken bedienen, um zum Beispiel Kunden auf bestimmte Angebote aufmerksam zu machen. Wichtigster Pfeiler für Location Marketing sind heute jedoch immer Inbound-Maßnahmen:

Über Online-Content erreichen Unternehmen neue Kunden im Bedarfsmoment, ohne zusätzliches Werbebudget investieren zu müssen. Dadurch ist wie beim klassischen Inbound Marketing das Interesse intrinsisch und hoch, die Conversion Rates entsprechend attraktiv.

Der Unterschied zum klassischen Inbound Marketing ist, dass Unternehmen beim Location Marketing ihre Inhalte auf der eigenen Website pflegen sollten und zusätzlich auf einer Vielzahl lokaler Such-Apps, die Konsumenten heutzutage nutzen.

Location Marketing ist eine umfangreiche und erfolgversprechende Disziplin für stationäre Unternehmen. Erfahren Sie mehr dazu: Zusammen mit Hubspot zeigen wir, wie Sie die ‚Near Me‘-Suche und die ‚Near Me‘ Customer Journey für Ihren Marketingerfolg nutzen.


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