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Aus eins mach zwei: Foursquare spaltet App auf

In Apples App Store und im Google Play Store gibt es mit Swarm eine neue Anwendung des ortsbasierten sozialen Netzwerks Foursquare. Der erste Schritt zu einer besseren Foursquare-App sei damit getan, so die Entwickler. Nämlich die Fokussierung auf die lokalbasierte Suche. Wird die Strategie Erfolg haben?

Mit Foursquare verbinden die meisten Smartphone-Anwender vor allem eines: Check-Ins und die damit einhergehenden Kämpfe um Mayorships (deutsch: Bürgermeistertitel) und Abzeichen.

Dank der spielerischen Check-In-Aktivität seiner Mitglieder hat Foursquare eine veritable Datenbank mit Orten aufbauen können. Aufgeführt sind nicht nur Spielplätze, Brunnen, Parkbänke oder Bushaltestellen, sondern vor allem lokale Geschäfte. Auf diese Kernfunktion will sich Foursquare künftig konzentrieren. Die soziale Komponente will Foursquare hingegen aus der Haupt-Anwendung ausgliedern und mit einer neuen App namens Swarm bieten.

Die Programmierer hinter dem sozialen Netzwerk wollen so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Foursquare als bessere App zum Entdecken von lokalen Geschäften, Swarm als optimale Möglichkeit, sich mit Freunden vor Ort zu vernetzen.

So soll mit Swarm der Kampf um die Mayorship eines bestimmten Ortes nicht mehr gegen mehrere hunderte Unbekannte ausgefochten werden, sondern ausschließlich gegen die eigenen Freunde. Außerdem werden Freunde in der näheren Umgebung automatisch angezeigt, da der Aufenthaltsort auf Wunsch automatisch übermittelt werden kann. Ein drittes wichtiges Feature von Swarm ist die Erstellung von Events, welche Freunde sehen und auf die Freunde auf Wunsch reagieren können.

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Und die Foursquare-App? Die verliert einige Funktionen, Check-Ins sollen aber weiterhin möglich sein. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der ortsbasierten Suche nach lokalen Geschäften.

Deshalb plant Foursquare seine App in naher Zukunft komplett umzubauen und zu einer App für die „personalisierte Suche“ zu machen. Wie Foursquare in seinem Blog schreibt, seien Meinungen von Freunden und Expertenwissen wichtiger als die Meinungen von Fremden. Durch diese Informationsquellen könnte Foursquare vor allem Neuentdeckungen liefern und weniger ein weiteres „Gelbe Seiten“ sein. Über konkrete Details zu neuen Funktionen schweigt Foursquare allerdings.

Was bedeutet der Schritt für lokale Unternehmen? Ohne das Image des „Check-In-Dienstes“ und mit neuartigen Funktionen könnte Foursquare zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Yelp und Co. werden. Gleichzeitig besteht aber die Gefahr, dass Foursquare viele Anwender der ersten Stunde vergrault. Die Datenbank mit Orten dürfte künftig durch den fehlenden Spiel-Faktor der App weniger schnell wachsen als bisher, was wiederum der Übersichtlichkeit zugute käme. Unternehmen kommt das neue Foursquare aber grundsätzlich entgegen, weil eben Unternehmen in der fokussierten App eine größere Aufmerksamkeit zuteil wird. Um so wichtiger für Unternehmen: die eigenen Daten umfangreich und fehlerfrei zu hinterlegen.

Posted by Uberall