Blog

L-Commerce - die Hoffnung des deutschen Einzelhandels

Wie gelingt möglichst reibungslos der Einkauf mit dem Computer? Das ist eine der großen Fragen des E-Commerce. Auf den Trend desE-Commercefolgt jetzt der L-Commerce - der computergestützte lokalen Einkauf. Wie bekommt man mit mobiler Datentechnik potenzielle Kunden ins Geschäft? Gleich zwei Konferenzen in Deutschland greifen den Trend auf. Die eine war schon, die andere kommt noch. Hier ein kleiner Rück- und Ausblick auf ein wachsendes Geschäftsfeld.

Das Internet hat die Märkte transparent gemacht hat und ist die größte Konkurrenz für den stationären Handel. In der Vergangenheit wurde viel über die Zukunft des Handels diskutiert. Wer genau hinschaut, wird erkennen: Der Kampf des Einzelhandels gegen den Online-Handel ist noch nicht verloren. Denn zunehmend hilft das Internet auch stationären Geschäften. L-Commerce (lokaler Handel) heißt der neue Trend. Allgemein gesagt meint L-Commerce die Mischung verschiedener Maßnahmen, um die bestehenden Vorteile des Einzelhandels wie Service, Beratung und Einkaufserlebnis, mit den Vorteilen des Online-Shoppings zu verknüpfen. Es geht also um die Digitalisierung des stationären Einzelhandels.

Anfang Februar war die Entwicklung lokaler Onlineangebote, ortsbezogener Dienste sowie neue Geschäftsideen des Einzelhandels Thema auf der Local Web Conference im Museum für Kommunikation in Nürnberg. Dort wurde offensichtlich, dass zwei Entwicklungen den L-Commerce prägen.

  1. Trivial und dennoch zentral: Die wachsende Smartphone-Dichte ist die Basis für die rasante Entwicklung ortsbezogener Dienste. Damit einher geht die Übermittlung von Daten wie dem Aufenthaltsort. Und: Je konkreter Smartphone-Teilnehmer ihre Wünsche äußern, desto genauer können Einzelhändler auch auf diese Vorstellungen mit Angeboten vor Ort eingehen.
  2. Dem Hardware-Fortschritt folgen die Anwendungen: Laut Professor Klaus Goldhammer ist die Zahl ortsbezogener Dienste in nur drei Jahren von 95 auf 927 Anbieter gestiegen. Und der Location-based Services Monitor 2014 weiß: Während Mobilitäts- und Social-Apps gerne in Verbindung mit dem aktuellen Aufenthaltsort verwendet werden, sind es vor allem Shopping- und Info-Apps, die von Smartphone-Anwendern zunehmend eingesetzt werden.


image

Der L-Commerce-Konferenz in Nürnberg folgt bald die Vertiefung in Düsseldorf. „Europas erste Fachkonferenz zum Thema Local Commerce“ (kurz: Loco Connect 2014) findet am 27. und 28. Mai in der Bolt Factory Düsseldorf statt. Mehr als 70 Experten aus Blogosphäre und Unternehmenswelt werden in Düsseldorf sprechen und diskutieren: unter anderem über mobiles Bezahlen und Karten innerhalb von geschlossene Räume, so genannte Indoor Mapping. Stavros Prodromou, Gründer und Kongressleiter, verspricht, mit vielen Beispielen aus den USA und Großbritannien zu demonstrieren, dass sich Local-Commerce-Investitionen lohnen. Wir sind gespannt.