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Aufmerksamkeit beim Vorbeigehen: Facebook testet Push-Tipps für lokale Geschäfte

Beim Vorbeigehen potenzielle Kunden auf die eigenen Angebote aufmerksam machen - eine Notwendigkeit für die meisten lokalen Geschäfte. Etwa mit Aufstellern oder Musik. Seit neuestem auch mit digitaler Technik, etwa der sogenannten Beacon-Technologie. Die testet Facebook gerade in New York. Bis zur Marktreife behilft man sich aber noch mit bewährter Technik.

Wie werden aus potenziellen Kunde reale? Wie bekommt man Menschen, die an Geschäften vorbeilaufen, in den eigenen Laden? Natürlich durch Aufmerksamkeit - dem unmittelbar das Interesse folgen muss. Etwa mit einem auffällig gestalteten Aufsteller vor der Eingangstür, am besten so platziert, dass die Passanten Ihre Laufrichtung ändern müssen.

In der digitalen Variante lautet “Beacon" das Schlagwort der Stunde. Dahinter steckt eine kostengünstige so genannte Nahfunk-Technologie. Dabei werden kleine Sender (Beacons) als Signalgeber platziert, die in festen Zeitintervallen Signale senden. Kommt ein Empfänger – zum Beispiel ein Smartphone mit einer installierten App, die für den Empfang von iBeacon Signalen konfiguriert ist, in die Reichweite eines Senders, kann so auf dem Handy Nachrichten ausgelöst und platziert werden.

Grundsätzlich ist die Technik auch in Deutschland bereits im Einsatz. Wer etwa am Münchner Viktualienmarkt mit einem iPhone entlang spaziert, auf dem die Barcode-App von Barcoo installiert ist, der erhält auf der Höhe eines Müsli-Ladens die Meldung, dass er hineinkommen soll, um sich „exklusive Müslidrinks in drei leckeren Geschmackssorten“ zu holen.

Ob sich diese Werbung dauerhaft durchsetzen wird, werden freilich die User entschieden. Denkbar ist etwa, dass eine Vielzahl solcher Werbepushnachrichten eher als lästig denn als nützlich empfunden werden, und deswegen von den Usern abgelehnt, beziehungsweise auf ihren Handys deaktiviert werden.

Aktuell testet Facebook diese Technik in New York mit acht New Yorker Burger Restaurants. Facebook liefert Nutzern, die sich in der Nähe der Beacons befinden, aktuelle Tips und News von den Facebook-Seiten der jeweiligen Orte. Der große Vorteil der Beacon-Technologie: Die Position des Handys (und damit seines Besitzers) lässt sich zentimetergenau bestimmen.

Weniger genau - dafür ohne zusätzlichen Technikaufwand - funktioniert bereits heute die Ortung mittels Mobilfunk-, W-Lan- und GPS. Die Nutzung dieser Technik hatte Facebook bereits vor einigen Wochen angekündigt. Demnach soll beim Öffnen der Facebook-Seite am Beginn des Newsstreams so genannte Place-Tips jener Orte erscheinen, wo man sich gerade befindet. Klickt man drauf, öffnen wich weitere Infos über die Location, inklusive Fotos von Freunden, so vorhanden. Bisher ist die Funktionalität in der Facebook-App in Deutschland allerdings noch nicht hinterlegt, folglich erscheinen diese Tips aktuell nicht im Newsstream.

Wenn es soweit ist, werden die Places-Seiten bei Facebook deutlich aufgewertet, da deren Infos häufiger als bisher den Usern zu Gesicht kommen. Grund genug, die eigene lokale Facebook-Seite einem Frühjahrsputz zu unterziehen.