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Usability-Fehler vermeiden: Wie Sie mit einem Filialfinder Ihre Brand Experience verbessern

Die Nutzerfreundlichkeit einer Website entscheidet darüber, ob Besucher zu Kunden werden oder nicht. Beim Filialfinder bedeutet das konkret: Finden sie zu Ihren Standorten und haben sie dabei eine positive Brand Experience? Wir haben uns verschiedene Store Locator angesehen und geben Ihnen Tipps, worauf Sie bei Ihrer Lösung achten sollten.

Die Ausgangslage sieht so aus: Ein potenzieller Kunde interessiert sich für Ihre Marke und möchte sich Ihre Produkte oder Ihre Services vor Ort genauer ansehen. Auf Ihrer Website will er herausfinden, wo der nächste Standort Ihrer Marke ist. 

Was könnte wohl schiefgehen? 

8 von 10 Nutzern verlassen eine Website wieder, wenn sie Inhalte nicht nutzerfreundlich anzeigt. Und 88 Prozent kommen nicht mehr wieder, wenn sie eine schlechte Nutzererfahrung haben. 

Deswegen haben wir uns angesehen, wie es um die Usability verschiedener Marken steht, die den Weg von der eigenen Website zum Offline-Standort weisen wollen. Das Kind hat viele Namen: Es heißt mal Händlersuche oder Händlerübersicht, mal Filialsuche oder Filialfinder, mal Store Locator oder Shop Locator. 

Das Ergebnis unserer Recherche: Manche Lösungen stellen die Geduld der Website-Besucher stark auf die Probe. Das gefährdet nicht nur die Online-to-Offline Conversion – auch das Markenerlebnis leidet, wenn ein Unternehmen es seinen Kunden schwer und unbequem macht, seine Standorte zu finden. 

Worauf sollten Sie also achten, wenn Sie einen Store Locator in Ihre Website einbauen? Wir haben typische Fallstricke für Sie gesammelt und zeigen, wie Sie diese vermeiden können. 

Geben Sie der Händlersuche einen prominenten Platz 

Wenn Sie eine Website besuchen, wo würden Sie mehr über die Standorte der Marke herausfinden wollen? 

Bei unserer Recherche waren Exemplare von Websites dabei, die ihren Locator gut versteckt haben – entweder tief in der Menü-Struktur oder als Inhaltspunkt mitten auf der Startseite. Wir mussten also mit sehr wachen Augen suchen. Und das gilt auch für Kunden: Sofern sie nicht intensiv Ausschau halten, stoßen sie nur durch Zufall auf den Locator. 

Kurzer Selbsttest: Wie lange brauchen Sie, um bei dem Beispiel unten das Feature zu finden? 

Best Practice dagegen ist, den Locator auf oberster Ebene im Menü zu verlinken. Damit hat der Locator einen festen Platz, den Besucher direkt entdecken und wiederfinden, wenn sie sich auch Ihrer Website umsehen. 

Machen Sie die Suche möglichst hilfreich 

Manche Marken bieten keine Karte für die Filialsuche an, dafür aber eine Liste aller Standorte und/oder eine Eingabemaske, in der Kunden ihre Stadt eingeben sollen. 

Während eine getippte Suche am Desktop-Rechner noch einigermaßen vertretbar zu sein scheint, wird sie spätestens am Smartphone unbequem, wo das Display nur wenig Platz für eine Textsuche hergibt. 

Wer sich als Kunde nun die Mühe macht und seine Stadt eingibt, erwartet auch ein Ergebnis. Ist für die angefragte Stadt allerdings kein Standort vorhanden, ist bei manchen Fällen die Nutzerinteraktion beendet gewesen: „Leider konnten keine Ergebnisse für Ihre Suche gefunden werden”. Vorschläge für Standorte in der Nachbarstadt? Fehlanzeige. 


Bieten Sie lieber alternative Ergebnisse an. Idealerweise binden Sie eine Karte ein, über die Kunden den Standort intuitiv und mit visueller Unterstützung finden können. 

Worauf Sie bei einer Karte achten sollten, zeigen wir in den nächsten Beispielen. 

Verkürzen Sie die Ladezeit auf unter 3 Sekunden 

Niemand möchte lange warten. Und für Kunden sind bereits 3 Sekunden viel: 

Ab der 3. Sekunde haben 40 Prozent der Website-Besucher ihre Geduld verloren und verlassen die Seite wieder. Das bedeutet, dass ein Locator noch so gut gestaltet sein kann – viele Kunden werden das nicht herausgefunden haben, wenn die Ladezeit die 3-Sekunden-Marke überschreitet. 

Was wir bei unserer Recherche entdeckt haben: In einem Beispiel fror das Zeichen für den Ladevorgang ein, so dass wir erst davon ausgegangen sind, das Feature sei defekt. Nach 9 (!) Sekunden erschien eine besonders nutzerfreundliche Kartenansicht, die aber kaum ein Besucher gesehen haben wird. 

Tipp: Wenn Sie einen Locator implementieren, stellen Sie sicher, dass die Lösung eine Ladezeit von weniger als 3 Sekunden ermöglicht. 

Wie Sie die Karte von Ihrem Locator optimieren 

Clustern Sie Ihre Standorte 

Gerade bei Marken mit vielen physischen Standorten können sich die Markierungen auf der Karte überlappen. Hier die richtige Location zu erwischen, ist reines Glücksspiel: 

Eine bessere User Experience ermöglichen Sie, wenn Sie nah beieinanderliegende Standorte clustern. So zoomen Kunden per Klick intuitiv in die Karte: 

Setzen Sie den richtigen Fokus 

Wir haben uns ein Unternehmen aus der Fitness-Branche angesehen, das viele Standorte in Berlin hat. Als wir in der Suchmaske „berlin” eingegeben haben, hat der Locator mitten in die Stadt gezoomt – allerdings genau dorthin, wo kaum bis keine Locations waren. 

Achten Sie bei Ihrer Karte darauf, dass diese beispielsweise bei einer Städtesuche alle Standorte innerhalb der Stadt anzeigt. So haben Ihre Kunden mehr Orientierung und einen besseren Eindruck davon, wie viele Standorte es wirklich gibt. 

Klicken Sie sich testweise durch Ihre Karte 

Bei manchen Locator-Lösungen haben wir Folgendes festgestellt: 

Klickten wir auf einen Standort in der Karte, passierte nichts bis gar nichts. Mal blieb die Listenansicht beim Klick auf einen Pin unverändert (s. Desktop-Ansicht unten), mal öffnete eine Filialfinder-Lösung ein leeres Fenster (s. Smartphone-Ansicht). 

 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Besucher in solchen Fällen nicht mehr weitersuchen, die Website verlassen und womöglich auch nicht zurückkehren. 

Fehler wie diese können Sie leicht erkennen und vermeiden, indem Sie die Ihren Locator ausgiebig testen lassen: Gehen Sie erst live, wenn Sie wissen, dass alle Links, Buttons und Features funktionieren. 

Führen Sie Ihre Kunden gezielt zum Standort 

Hat ein Kunde auf der Karte einen Standort ausgewählt, fehlt nicht mehr viel: An dieser Stelle geben die meisten Lösungen für Filialsuchen eine Adresse sowie Telefonnummer an, damit Kunden zum Standort finden oder Kontakt aufnehmen. 

Lassen Sie Ihre Kunden hier Nägel mit Köpfen machen: 

Eine gute Nutzerführung bietet nicht nur Adresse und Telefonnummer an, sondern auch Buttons, über die Kunden direkt zur Handlung kommen (vgl. Desktop- und Smartphone-Ansicht). Die Idee dahinter ist, dass sie möglichst bequem eine Wegbeschreibung erhalten oder einen Anruf tätigen, ohne die Adresse oder Telefonnummer umständlich kopieren zu müssen. 

Überzeugen Sie mit hilfreichen Informationen

Wenn Sie genau hingeschaut haben, ist Ihnen vielleicht der Button „Details” in der Smartphone-Ansicht aufgefallen. 

Aus der Perspektive der Nutzer ist es hilfreich, mehr über einen Standort zu erfahren: Gibt es Sitzplätze draußen? Finde ich dort ein bestimmtes Produkt aus der Markenwelt? Bietet der Standort Click and Collect an? Und so weiter. 

Landing Pages für jeden einzelnen Standort geben Ihren Kunden die Informationen, die sie brauchen. Und sie haben einen weiteren wichtigen Vorteil: Für die lokale Suche, zum Beispiel mit Google, liefern Standortseiten wichtige Informationen und Keywords. Dadurch finden Kunden Ihre Standorte leichter, wenn sie nach Ihren Produkten und Services „in der nähe” suchen. 

Kurzum: Detailseiten für Ihre Standorte liefern einen wichtigen Beitrag für Ihr Local SEO. Und sie sind strukturiert wie im Beispiel unten. 

Überprüfen Sie Ihre aktuelle Filialfinder-Lösung 

Nehmen Sie es genau und überprüfen Sie Ihre aktuelle Filialsuche nicht selbst, denn: Sie wissen bereits, wo Sie klicken müssen, um zum Ziel zu gelangen. Testen Sie Ihre Lösung am besten mit Verbrauchern aus Ihrer Zielgruppe. So finden Sie heraus, an welchen Stellen Sie Ihre Locator-Lösung optimieren können. 

Gerne schauen sich auch unsere Berater gemeinsam mit Ihnen Ihre aktuelle Lösung an und diskutieren mit Ihnen, wie Sie die Nutzererfahrung und das Markenerlebnis verbessern können. Sprechen Sie uns hierfür gerne an.