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Best Practices und Inspirationen: So reagieren Unternehmen in Zeiten von Corona

Es wäre eine Untertreibung, die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie der letzten Wochen als Herausforderung für überregionale Unternehmen und KMUs in Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus zu bezeichnen.  

Es gibt jedoch auch Grund für Optimismus: Erste erfolgversprechende Reaktionsstrategien und Best Practices für den Umgang mit der Krise zeichnen sich ab. 

Immer mehr Unternehmen stimmen ihre Kommunikation kreativ auf die neue Situation ab: Sie passen ihre Zusammenarbeit mit anderen Firmen und den eigenen Mitarbeitern an, um ihren Kunden neue Dienstleistungen anzubieten und im Geschäft zu bleiben.

Wir stellen Ihnen hier einige beeindruckende Beispiele vor, wie Unternehmen auf die neue Lage reagieren. 


Lebensmitteleinzelhändler: Öffnungszeiten und Dienstleistungen immer auf dem neuesten Stand

Wenn Ihre Kunden sonst immer in Ihrem Geschäft vor Ort kaufen, bleiben sie Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch treu, wenn Sie auf Onlinehandel umstellen – erst recht in Zeiten der Krise. 

Bleiben Sie jetzt am Ball – indem Sie Kundenanfragen auf mehreren Plattformen zügig beantworten und Informationen zu Öffnungszeiten, Lieferservice, Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen sowie allen anderen krisenbedingten Änderungen in Echtzeit zur Verfügung stellen. 

Wir beobachten aktuell, dass viele Lebensmitteleinzelhändler verstärkt mit ihren Kunden interagieren und die Öffnungszeiten anpassen, um besonders älteren Menschen und medizinischem Personal entgegenzukommen. 

Diese Lebensmitteleinzelhändler fallen in puncto Öffnungszeiten, Kommunikation und Information gerade besonders positiv auf:

  • Lidl Ireland bietet in 163 Lidl-Filialen spezielle Öffnungszeiten für ältere Menschen an.
  • In Großbritannien öffnet Tesco seine Türen noch vor Beginn der eigentlichen Öffnungszeiten eine Stunde lang nur für Mitarbeiter des Gesundheitssystems und bietet zudem spezielle Öffnungszeiten für ältere und besonders gefährdete Menschen an. 
  • Marks and Spencer bietet Sonderöffnungszeiten für ältere und gefährdete Kunden, medizinisches Personal und Mitarbeiter der Notdienste an.
  • Sainsbury’s nutzt Twitter, um sein Publikum mit nützlichen Informationen zu versorgen, und hat außerdem besondere Zeiten eingerichtet, in denen bevorzugt ältere und gefährdete Kunden versorgt werden. 

Unternehmen im Einsatz für das Allgemeinwohl

Es versteht sich von selbst: Jetzt ist nicht der geeignete Zeitpunkt, um Marketingmaßnahmen zu intensivieren oder die Pandemie für aggressive Werbung oder Kundenansprache zu instrumentalisieren. 

Aber es ist durchaus der richtige Zeitpunkt, um Ihre Marketingmittel dafür zu nutzen, das Markenbewusstsein Ihrer Kunden zu stärken und ihnen zu zeigen, dass Sie auch während der Corona-Pandemie für sie da sind.

Das ist Ihre Chance, eine langfristige Kundenbindung aufzubauen und zu stärken. 

Lassen Sie Ihre Kunden daran teilhaben, wie Sie sich für sie und die gesamte Gemeinschaft einsetzen – das wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen.  

Einige Beispiele für Unternehmen, die jetzt helfen und über ihre Aktionen sprechen:  

  • BP bietet kostenlos Treibstoff für Rettungsdienste und die Lieferung von Lebensmitteln an ältere Kunden an.
  • Die Estée Lauder Companies nimmt eine Produktionsstätte wieder in Betrieb, in der nun Händedesinfektionsmittel für Berufs- und Bevölkerungsgruppen mit besonders hohem Bedarf hergestellt werden – insbesondere für das medizinische Personal an vorderster Front.  
  • Sweetgreen bietet Mahlzeiten für Krankenhausmitarbeiter und medizinisches Personal an.  
  • Pret A Manger bietet Mitarbeitern des Gesundheitswesens kostenlose Heißgetränke und 50 % Rabatt auf Speisen an.
  • Chipotle führt virtuelle Mittagspausen ein, in denen bis zu 3.000 Fans gemeinsam essen und Kontakte knüpfen können. 

„To go“ und kontaktlose Zustellung – so bleiben lokale Unternehmen im Geschäft 

In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen mussten sich viele Restaurants und Coffee Shops schnell auf neue Regeln und Vorschriften einstellen.

Während einige ihre Türen gänzlich schließen mussten, gehen andere ganz neue Wege: Abholung und kontaktlose Lieferung werden dabei zur neuen Norm.

Es geht um Nahrungsversorgung, nicht um den höchstmöglichen Gewinn. Uber Eats erlässt allen Kunden in den USA und Kanada die Liefergebühr, wenn sie bei einem unabhängigen Restaurant bestellen. 

Starbucks stellt eigene Filialen in den USA vorwiegend auf Drive-in-Modus um. Wichtig ist auch: Alle Mitarbeiter bekommen für die nächsten 30 Tage ihr Gehalt (egal, ob sie zur Arbeit kommen oder lieber zu Hause bleiben). 

Darüber hinaus erhalten Ersthelfer und Mitarbeiter des Gesundheitswesens in den USA und Kanada 300.000 kostenlose Mahlzeiten.  

Unternehmen unterstützen sich gegenseitig – Hand in Hand mit ihren Mitarbeitern

Die Mitarbeiter sind die wichtigsten Verbündeten eines Unternehmens. Sie sind Botschafter – und viele von ihnen berichten schon jetzt in ihren beruflichen und privaten Netzwerken davon, was ihre Firma in der Krise leistet.

Menschen kaufen dort, wo sie sich wohl fühlen – sie kaufen oft nicht eine bestimmte Marke oder bei einem bestimmten Unternehmen, sondern bei Menschen, denen sie sich verbunden fühlen und denen sie vertrauen. 

Wenn Sie nun Ihre Nachrichten und Updates in den sozialen Medien posten, denken Sie daran, dass Posts von Mitarbeitern eine achtmal größere Reichweite erzielen als Inhalte auf unternehmenseigenen Kanälen.

Diese Beispiele zeigen, wie Unternehmen ihre internen Netzwerke dazu nutzen, anderen Unternehmen zu helfen, die aktuell vielleicht in Schwierigkeiten sind: 

  • Lightspeed erstattet Mitarbeitern bis zu 500 USD in Landeswährung auf alle Einkäufe bei einem Lightspeed-Kunden vor Ort. Sei es im Onlinehandel, per Abholung oder Lieferung.
  • McDonald’s arbeitet mit Aldi zusammen und stellt seine Mitarbeiter aus den geschlossenen Restaurants in Deutschland zur Verfügung. So unterstützt die Fast-Food-Kette die Lebensmittelversorgung.

Optimistische Maßnahmen für unsichere Zeiten 


In den kommenden Wochen werden sich sicher noch viele weitere Best-Practice-Maßnahmen herauskristallisieren. Wir freuen uns schon auf die Beispiele und fassen diese für Sie zusammen. 

Zwar gibt es keine Patentlösung dafür, wie Filialisten mit der Krise umgehen, aber: Heute ist es wichtiger denn je, dass Marken mit den Menschen im Gespräch bleiben – online wie offline. 

Ein letzter Lesetipp: Was können Unternehmen jetzt strategisch tun? Sehen Sie sich hierzu den Beitrag von Greg Sterling an, Uberalls VP of Market Insights – Checkliste für Unternehmen in Zeiten von Corona: Was zu tun ist

Posted by Nicole Gottselig

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