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Smart, Smarter, Google: Den optimierten Such-Algorithmus für das lokale Business nutzen

 Um in der lokalen Suche von Google besser gefunden zu werden, hat sich eine ganze Beratungsbranche etabliert. Unter dem Schlagwort “Local SEO” geht es darum zu verstehen, was lokale Geschäft tun müssen, um auf den Suchtrefferseiten von Google möglichst weit vorne aufzutauchen. Wir haben die aktuellen Trends zusammengefasst.

Wer in Städten mit seinem Geschäft gefunden werden will, der zahlt entweder hohe Mieten (um an hoch frequentierten Orten präsent zu sein) oder er braucht ein gutes Marketing (damit die Kunden ganz gezielt ins Geschäft kommen). Im Internet ist es ähnlich: Wer sichtbar sein möchte, muss entweder viel Geld für Anzeigen und Reichweite ausgeben oder er ist schlicht geschickt und zeigt sich dort den Usern, wo diese ihn suchen. Und das ist noch immer und vor allem bei Google.

Vor allem die Darstellung von lokalen Suchtreffern bei Google hat sich in der jüngsten Zeit stetig geändert und weiterentwickelt. Der Suchmaschinen-Monopolist lernt schnell dazu und so wird die Halbwertzeit von Wissen über die Optimierung lokaler Webseiten auf Suchtrefferseiten stetig kürzer. Im folgenden ein Überblick über die jüngsten Entwicklungen:

  • Die Nähe des lokalen Geschäfts bei der Suchanfrage des Google-Nutzers spielt eine wachsende Bedeutung. Mit anderen Worten: Räumliche Distanz von potenziellem Kunden und Geschäftslage werden wichtiger, auf Kosten der Bedeutung von inhaltlicher Übereinstimmung zwischen Suchanfrage und Inhalten auf der eigenen Webseite. Beleg aus der Praxis: Dieser Artikel wurde im Café “Spreegold” in Berlin geschrieben. Bei der Google-Suche nach diesem Begriff wird der gesamt erste Screen mit Inhalt dieser Location angezeigt (siehe Screenshot).

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  • Das Nutzer-Verhalten wird von Google zunehmend berücksichtigt - also wie häufig etwa auf die Links auf der Suchtreffer-Seite geklickt wird oder wie lange User auf der nach dem Klick erscheinenden eigenen Seite (Landingpage) verweilen. Vermutlich spielt auch Zahl und Qualität der Google-Reviews (siehe ebenfalls Screenshot oben) eine nicht unwichtige Rolle.
  • Relevanz nimmt zu. Vor allem von angemeldeten Usern weiß Google viel. Das kann Angst machen, hat aber auch einen Vorteil: Wer viel über einen weiß, der weiß auch, was einem wichtig ist. Damit kann Google seinen Nutzern zunehmend passende Inhalte anzeigen. Die Folge: Eine enge Verbindung zwischen User und Ihren digitalen Präsenzen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass bei Suchanfragen Ihr Unternehmen auf der Suchtrefferseite prominent auftaucht.

Was bedeuten die Trends für das eigene Business? Was können Sie konkret tun?

  1. Grundsätzlich: Gehen Sie sorgfältig mit Ihrer Webseite um! Sie ist die Basis all Ihres digitalen Tuns. Über Ihre Webseite haben Sie die alleinige Verfügungsgewalt. Achten Sie auf sauberes HTML, verständliche Sprache, gute Menüführung. Je wohler sich ein potenzieller Kunde auf Ihrer Webseite fühlt, desto länger wird er sich bei Ihnen aufhalten, desto häufiger wird er wiederkommen. Und: Was Kunden schätzen, das mag auch Google. Verweilen die User lange auf Ihren Seiten, macht sich dies in einer besseren Sichtbarkeit auf Google-Suchtreffer-Seiten bemerkbar.
  2. Achten Sie bei den zentralen Daten auf Übereinstimmung auf allen Portalen. Wir haben dies, weil es wichtig, schon öfters geschrieben: Die wesentlichen Kurzinformationen (Adresse, Öffnungszeiten, Telefon) sollten auf all Ihren relevanten Portalen wie foursquare, yelp, Gelbe Seiten oder meinestadt.de richtig und identisch sein (Konsistenz). Die so genannte NAP Consistency (Name, Adress, Phone) ist für Google ein entscheidender Hinweis, dass diese Informationen tendenziell richtig sind. Weil eben, was häufig in gleicher Weise im Netz steht, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch stimmt. Und was Google als richtig einschätzt, platziert der Suchmaschinen-Gigant weiter oben in seinen Suchtrefferlisten.
  3. Erarbeiten Sie sich gute Links. Google mag “starke” Domains, also solche, auf die von anderen “starken” Webseiten verlinkt wird. Diese Links sind für Google ein Indiz, dass User diese Seite schätzen (sonst würde die Seite nicht verlinkt). Und: Google wird immer besser darin, unwichtige und nur der Verlinkung wegen gesetzte Links zu erkennen. Die Folge: Links helfen der eigenen Webseite langfristig nur, wenn sie tatsächlich mit inhaltlicher Motivation gesetzt wurden. Erstellen Sie also relevante Inhalte! Dies ist die beste Voraussetzung, um von anderen verlinkt zu werden.
  4. Beantworten Sie Fragen zu Ihrem Business auf Ihrer eigenen Webseite. Legen Sie am besten ein Q&A an, indem Sie alle Fragen auflisten (und freilich beantworten), die Kunden Ihnen stellen (könnten). Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass User in der Google Suche ebenfalls solche Fragen stellen, und Sie so mit Ihren Seiten in der Google-Suchtreffer-Liste auftauchen.
  5. Fordern Sie (positives) Feedback von Ihren Kunden ein! Google schätzt Reviews, genauso wie Ihre Kunden (mehr hier).

Bild: Joe The Goat Farmer “Local SEO, Search, Magnify”CC BY 2.0

Posted by Uberall